Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

bewegung

Sonntag, September 28th, 2008

Vorwärts lautet das Motto,
denn Stillstand ist der Tod.
Doch obwohl ich vorwärts sage,
bewege ich mich eher rückwärts.
Nicht, dass es eine Rolle spielen würde,
wohin ich mich derzeit bewege.
So lange ich in Bewegung bleibe,
ist alles in Ordnung.
Die Nacht liegt auf der Lauer
und die Ruhe ist mein Feind.
Nur ein Moment nicht abgelenkt reicht aus
um meine Welt wieder einstürzen zu lassen.
Mit der Zeit wurde ich immer besser
in diesem Spiel der Verdrängung.
Doch lösen sich Probleme nicht von allein,
aber je mehr Zeit vergeht,
desto leichter scheint es,
sich wieder damit zu beschäftigen.
Ich lebe diese Lüge bis mein Herz zerbricht.
Was bleibt mir schon?
Wer bleibt mir noch?
Alleine ist gewiss nichts besser
doch einfacher
und schmerzfrei.

fairytale

Montag, Juli 24th, 2006

Es war ein mal ein Junge. Ein Junge der in seiner ganzen Art sehr lebendig war. Er war freundlich und strahlte jeden Menschen der ihm begegnete mit seinem Lächeln an. Jeder um ihn herum konnte nicht anders als ihn einfach gern zu haben und an seiner Frohnatur teil zu haben.

Eines Tages wurde der Junge krank. Er war lustlos und müde. Ärzte untersuchten den Jungen aber konnten keine Krankheit feststellen. Sie untersuchten ihn von den Zehennägeln bist zu den Haarspitzen, doch konnten sie keine ihnen bekannte Krankheit finden. Sie sagten es wäre keine körperliche Krankheit und er müsse in psychologische Behandlung, doch das wollten seine Eltern und er selber nicht. Mit den folgenden Jahren wurden die Symptome schlimmer, doch der Junge versteckte sie so gut es ging. Er verhielt sich so als wenn es ihm gut ginge und imitierte das normale Verhalten aller Personen um ihn herum. Mit dem Lauf der Jahre wurde die Krankheit immer weniger bemerkbar und geriet in Vergessenheit bis sie nurnoch ein kleiner Fleck auf Fotos in Erinnerungsalben war.

Eines Nachts wachte er schweißgebadet auf und versuchte sich an seine Krankheit zu erinnern, doch konnte er nichts an seiner Vergangenheit feststellen, das nicht so gewesen wäre wie bei fast allen anderen Kindern. Er ließ den Kopf hängen und stellte fest, dass er erwachsen geworden war.