Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Melancholie in Stereo

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Das ist es also – das echte Leben.
Und dann… vielleicht auch nicht.
Im Schnitt ein viertel Leben braucht ein Mensch
um zu stehen wo ich nun stehen kann;
Auf einem Sprungbrett ins Ungewisse.
Bisher an der Hand geführt, von Eltern, Geschwistern – Familie allgemein, Freunden, Kindbetreuern, Leherern und vielleicht sogar Professoren.
Wer weiß schon wo er morgen steht?
Wer weiß ob er den richtigen Weg einschlägt?
Was ist ein Abschluss schon mehr als ein Dokument, das uns weiter in ein Gatter zwängt -
Uns vergleichbarer macht für einfache Entscheidungen.
Er hat es, Sie hat es und doch viele haben’s nicht.
Im Gatter sind wie aufgestiegen, doch sind weiterhin Sklaven unseres selbst geschaffenen Ideals vom gleichförmig perfekten Mensch.
Leben bedeutet Vielfältigkeit und doch sind Jahr vergangen, seit dem die Ströme in unseren Köpfen in Wegen geflossen sind, die in keinem Lehrbuch oder Skript zu finden sind.
Mensch! Wo ist dein eignes Selbst geblieben?
Wo bist du? Ist das DEIN Leben?
Wohin geht die Reise von hieran jetzt?
Wird es einfacher werden oder nicht?
Vielleicht nur anders aber irgendwie doch gleich -
Gleich den anderen die es da auch noch gibt.
Geprägt durch den sterilen Apparat gehen wir in eine uniforme Welt, die an Vielfalt schier erstickt – und sich doch im Kleinen alles gleicht.
Auf der Suche nach Muster im Chaos, auf dem Weg in die digital gerasterte Welt.
Für diesen Weg wünsche ich euch nur das Beste -
Gleichzeitig aber muss ich sagen -
Diesen Weg geht ihr allein!
Alle die ihr kennt und liebt, werden jetzt und später von euch gehen.
Doch das ist nicht schlimm – zumindest nicht auf weite Sicht.
Nur wo etwas ist, kann etwas fehlen.
Nur wo jemand war, kann vermisst werden.
Nur wo man lebt, kann man auch sterben
Wo Bewegung ist kann Stillstand sein -
Allein der Tod definiert das Leben.

fairytale

Montag, Juli 24th, 2006

Es war ein mal ein Junge. Ein Junge der in seiner ganzen Art sehr lebendig war. Er war freundlich und strahlte jeden Menschen der ihm begegnete mit seinem Lächeln an. Jeder um ihn herum konnte nicht anders als ihn einfach gern zu haben und an seiner Frohnatur teil zu haben.

Eines Tages wurde der Junge krank. Er war lustlos und müde. Ärzte untersuchten den Jungen aber konnten keine Krankheit feststellen. Sie untersuchten ihn von den Zehennägeln bist zu den Haarspitzen, doch konnten sie keine ihnen bekannte Krankheit finden. Sie sagten es wäre keine körperliche Krankheit und er müsse in psychologische Behandlung, doch das wollten seine Eltern und er selber nicht. Mit den folgenden Jahren wurden die Symptome schlimmer, doch der Junge versteckte sie so gut es ging. Er verhielt sich so als wenn es ihm gut ginge und imitierte das normale Verhalten aller Personen um ihn herum. Mit dem Lauf der Jahre wurde die Krankheit immer weniger bemerkbar und geriet in Vergessenheit bis sie nurnoch ein kleiner Fleck auf Fotos in Erinnerungsalben war.

Eines Nachts wachte er schweißgebadet auf und versuchte sich an seine Krankheit zu erinnern, doch konnte er nichts an seiner Vergangenheit feststellen, das nicht so gewesen wäre wie bei fast allen anderen Kindern. Er ließ den Kopf hängen und stellte fest, dass er erwachsen geworden war.