Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Ebbe

Samstag, Januar 8th, 2011

Müde Augen,
Schwere Lider,
Leerer Blick.
Ich stehe vor dir,
Du siehst mich nicht.
Wache im Schlaf,
Träume im Bewusstsein,
Lebe in der Fantasie.
Schwebe fest am Grund,
Gefangen in der Freiheit,
Nur ein Faden hält dich fest.
Jahre im Augenblick,
Dunkles Licht.
Sieh in dich,
Erkenne mich.
Knoten aus Dampf,
Berührung des Nichts,
Luftschloss aus Stein.
Baue atomar,
Liebe Hass,
Begrüße Abschied.
Finde einen Weg.
Lass dich treiben,
Gezeiten der Hoffnung.
Meer der Besinnung,
Kahn des Leichtsinns,
Lebe.

autumn leaves

Samstag, Oktober 24th, 2009

Zu warten auf Deine Rückkehr
so weit weg – Im Herzen nah.
Für immer bei mir – in Gedanken
schon in der Zukunft – Du wieder hier
Das Jetzt – es scheint so unwichtig, fern.
Nicht real – ein anderes Leben
Doch frage ich mich jeden Tag:
Wirst Du mir Erfüllung bringen?
So leer allein – sehnsüchtig ächzt dein Platz
in meiner Brust.
Am rechten Fleck das bist du erst
wenn ich nicht mehr nur ich – Du hier.
Zusammen für das übernächste Mal
denn bist Du hier – schon wieder dort.
Viel zu vage mein Gerüst
aus Gedanken – Hoffnung lebt.
Doch kannst erst Du Gewissheit bringen,
wenn du Gewissheit geben willst.
Ich warte auf Dich – ewig blüht der Herbst
Nie Frühling doch auch Winter nicht,
im Sommer meines Lebens.

blind

Samstag, März 14th, 2009

Ein Mensch ist fehlerhaft in vielen Hinsichten. Das ist gut so, denn wären wir alle perfekt, wären wir alle gleich und das Leben wäre ziemlich langweilig. Auf der anderen Seite würde es weniger Probleme geben. Ich möchte nicht, wie so oft, auf allgemeine Menschheitsprobleme eingehen. Nein – heute ist es an der Zeit den eigenen Schrank auszuräumen.
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Melancholie in Stereo

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Das ist es also – das echte Leben.
Und dann… vielleicht auch nicht.
Im Schnitt ein viertel Leben braucht ein Mensch
um zu stehen wo ich nun stehen kann;
Auf einem Sprungbrett ins Ungewisse.
Bisher an der Hand geführt, von Eltern, Geschwistern – Familie allgemein, Freunden, Kindbetreuern, Leherern und vielleicht sogar Professoren.
Wer weiß schon wo er morgen steht?
Wer weiß ob er den richtigen Weg einschlägt?
Was ist ein Abschluss schon mehr als ein Dokument, das uns weiter in ein Gatter zwängt -
Uns vergleichbarer macht für einfache Entscheidungen.
Er hat es, Sie hat es und doch viele haben’s nicht.
Im Gatter sind wie aufgestiegen, doch sind weiterhin Sklaven unseres selbst geschaffenen Ideals vom gleichförmig perfekten Mensch.
Leben bedeutet Vielfältigkeit und doch sind Jahr vergangen, seit dem die Ströme in unseren Köpfen in Wegen geflossen sind, die in keinem Lehrbuch oder Skript zu finden sind.
Mensch! Wo ist dein eignes Selbst geblieben?
Wo bist du? Ist das DEIN Leben?
Wohin geht die Reise von hieran jetzt?
Wird es einfacher werden oder nicht?
Vielleicht nur anders aber irgendwie doch gleich -
Gleich den anderen die es da auch noch gibt.
Geprägt durch den sterilen Apparat gehen wir in eine uniforme Welt, die an Vielfalt schier erstickt – und sich doch im Kleinen alles gleicht.
Auf der Suche nach Muster im Chaos, auf dem Weg in die digital gerasterte Welt.
Für diesen Weg wünsche ich euch nur das Beste -
Gleichzeitig aber muss ich sagen -
Diesen Weg geht ihr allein!
Alle die ihr kennt und liebt, werden jetzt und später von euch gehen.
Doch das ist nicht schlimm – zumindest nicht auf weite Sicht.
Nur wo etwas ist, kann etwas fehlen.
Nur wo jemand war, kann vermisst werden.
Nur wo man lebt, kann man auch sterben
Wo Bewegung ist kann Stillstand sein -
Allein der Tod definiert das Leben.

Brainstorming

Freitag, Mai 27th, 2005

Nah und doch so fern.
Wie kann man sich so nah sein und sich trotzdem so weit von einander entfernt fühlen?
[Stopp]
Es gibt Barrieren die man einfach nicht überwinden kann aber vielleicht ist es schon zu spät dafür. Vielleicht hätte man sich früher fragen müssen ob es funktionieren kann.
[Stopp]
Aber kann man mit dem Wissen leben, dass man nur für jemand anders lebt? Ist das Leben eine Aufopferung für andere? Will man das?
[Stopp]
Es gibt vieles was hätte gesagt werden müssen und vieles was hätte ungesagt bleiben sollen. Aber spielt es überhaupt noch eine Rolle? Man kann nicht das beeinflussen was schon geschehen ist, aber die Zukunft kann beeinflusst werden.
Wenn es nur nicht so weh tuen würde – diese Erkenntnis, dass alles was ist, nicht sein dürfte.
[Stopp]
Was bleibt ist die Liebe – aber es ist ungewiss was das überhaupt bedeutet.
Wenn das Liebe ist warum tut es dann so weh?
[Stopp]
Warum ist alles so kompliziert?
Muss es das sein?
Muss ich dieses Leben leben oder habe ich mir sogar selbst meine Verdammnis ausgesucht?
[Stopp]
Vielleicht wäre es besser alles loszulassen. Aber was wird dann aus jenen die mich lieben. Man hat doch immernoch die Verantwortung denen gegenüber die an einen glauben – das Recht steht uns nicht zu den anderen diesen Glauben zu nehmen.
Vielleicht wäre das die beste Lösung für sich selbst – aber das Leid das damit einhergeht muss man selbst verantworten.
Der einzige Weg ohne Verantwortung aus diesem Leben herauszukommen ist das Vergessen.
Die Menschen müssen vergessen um nicht festzuhalten – um nicht zu erinnern – um nicht zu leiden.
[Stopp]

Dieser Text war zum Zeitpunkt der Entstehung ein Fließtext ohne Punkt und Komma. Zur Übersichtlichkeit wurde der Text etwas strukturiert und die einzelnen Gedankengänge klar voneinander abgetrennt. Die Reihenfolge sowie der Inhalt entsprechen dem Orginal. (Wahrscheinlich genauso wie die Tonnen von Sch(l)echtschreibfehlern)