Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Georgos / Bauer 

Dienstag, Mai 3rd, 2011

In der Hoffnung, dass du weißt, wo dein Name seinen Ursprung hat und dich dies irgendwie erreicht.

Ein paar Dinge,
die mir auf dem Herzen liegen:
Ich weiß,
dass mich dieser Text teuer zu stehen kommen kann
- aber was soll ich tun?
Das Herz eines Dichters
ist nicht dazu gemacht dicht zu halten.

Du kennst mich genauso wenig,
wie ich dich kenne.
Wir sind uns nie begegnet,
haben uns nie gesehen.
Doch kann ich sehen was du tust,
hören was du sprachst,
fühlen was du getan.

Im Folgenden spricht nur mein Herz zu dir.
Hör hin
- damit du verstehst was es dir sagt,
tust was du solltest,
fühlst was es bedeutet.

Liebe, mein Freund,
hat nichts mit der Zukunft zu tun.
Sie ist im Moment
und nur dort wichtig.
Liebe kennt keine Distanz,
kennt keine Zeit,
keine Probleme
und kein Ende.

Liebe stellt sich selbst nicht das Bein,
das tut der Kopf.
Doch hör, Freund:
Liebe, das ist nicht rational,
nicht zu erklären,
unbeirrbar und pur.
Was also sucht dein Kopf
in Entscheidungen der Art?

Du gehst fort,
lässt sie zurück -
warum bleibt sie auf der Strecke?
Meinst du etwa
etwas besseres wird sich ergeben?
Sieh ein,
besser wird es nicht,
nur anders
allemal.

Was ist nicht zu lieben an ihr?
Die Distanz,
mögliche Zukunft,
Ungewissheit?
Ich sage alles
was sie hat und ist
perfekt wie ein Kreis -
nur alleine
kann sie nicht sein.

Verwehre dich nicht vor ihr
lass dich tragen.
Sie wird dich leiten
zu einer Lösung
für euch beide.
Ich habe es gesehen
Welten zwischen ihnen -
doch Liebe eint sie.
Entfernungen sind winzig klein,
können sie nur einen Herzschlag beisammen sein.

Es ist noch nicht zu spät -
es kann noch alles werden.
Sag ihr,
ich will heute lieben
morgen ist vorerst egal.
Selbst wenn eure Treffen
selten wie ein Diamant;
so lass mich aus Erfahrung sprechen:

Liebe den Augenblick,
liebe ohne Rücksicht auf den Tag danach.
Sie ist zu kostbar um es nicht zu tun,
zu flüchtig um sie auszuschlagen.
Jeder Moment mit ihr ist wie ein Edelstein
und könnte es auch der Letzte sein,
ist es besser dieses Gefühl gehabt zu haben
als es später ewig zu bereuen
und nie versucht zu haben.

Sei kein Idiot,
wenn ihr euch schon damit abgefunden habt.
Was der Kopf meint interessiert hier keinen
und was ihr Mund sagt
ist nich was ihr Herz so spricht.
Von Herz zu Herz sage ich dir:
Lass Energie in Worte fließen
und du wirst das Leben mit ihr genießen.

autumn leaves 

Samstag, Oktober 24th, 2009

Zu warten auf Deine Rückkehr
so weit weg – Im Herzen nah.
Für immer bei mir – in Gedanken
schon in der Zukunft – Du wieder hier
Das Jetzt – es scheint so unwichtig, fern.
Nicht real – ein anderes Leben
Doch frage ich mich jeden Tag:
Wirst Du mir Erfüllung bringen?
So leer allein – sehnsüchtig ächzt dein Platz
in meiner Brust.
Am rechten Fleck das bist du erst
wenn ich nicht mehr nur ich – Du hier.
Zusammen für das übernächste Mal
denn bist Du hier – schon wieder dort.
Viel zu vage mein Gerüst
aus Gedanken – Hoffnung lebt.
Doch kannst erst Du Gewissheit bringen,
wenn du Gewissheit geben willst.
Ich warte auf Dich – ewig blüht der Herbst
Nie Frühling doch auch Winter nicht,
im Sommer meines Lebens.

Dream 

Samstag, Oktober 29th, 2005

Ein Traum der sie, die mir so weit entfernt scheint näher bringt –
zum greifen nah
Aber es ist und bleibt doch nur ein Traum -
strecke die Hand aus und versuch sie zu berühren.
“Ich will dich lieben bis in alle Ewigkeit” -
sprach ich und berührte sie, da war sie Schnee.
Der Traum geht, die Distanz bleibt -
Wir sehen uns wieder.

Irgendwann.

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise – ich atmete kaum -
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.

(Gedicht von Joachim Ringelnatz – Im Park)