Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Random Acts of Kindness (RAK) (4. März 2011)

“A random act of kindness is a selfless act performed by a person or persons wishing to either assist or cheer up an individual.” [Source: http://en.wikipedia.org/]

Living in a selfish world
it’s every tiny deed that counts.
If the flap of a butterfly’s wing
causes a thunderstorm somewhere else
can’t a smile in the right place and time
achieve extraordinary joy?
Help someone walk across the street
listen to some stranger’s tale
Take your time, show patience -
be what you want them to be.
Kindness is not just a word
it’s an objective to aspire to.
Should the circumstances arise
at any time then don’t be shy
be the one to make the difference,
be the person that this world needs!

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Weltweite Unruhen in Ballungszentren (2. März 2011)

BERLIN. In einer Pressekonferenz des RAK Krisenstabs wurde heute um 19 Uhr bekannt gegeben, dass es weltweit in Ballungszentren zu Zwischenfällen kam. Es handle sich hierbei um einen Präzedenzfall, der sich, laut Stabsvorsitzender Renee Tabuchali, ohne vorherige Anzeichen ereignete. Die RAKs wurden, so Tabuchali, “am helllichten Tage und ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung verübt”. Das skrupellose Vorgehensweise und die offensichtlich weltweit koordinierten Täterschaften lassen auf eine neue Form der Terrornetzorganisation schließen.
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Dienstag (1. März 2011)

Morgentau in deinen Augen,
Frühreif bahnt sich über dein Gesicht.
Diamant im Augenwinkel
Edelsteine im Lid.

So müde und doch:
unfähig zu schlafen.
Vakuum im Kopf,
Füllende Leere.

Einmal waschen
den Schmutz des Tages,
den Rest von gestern dazu.

Der Tag will auch nicht mehr so recht
aber bald vorbei,
drum ist’s einerlei.

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Montag (28. Februar 2011)

Nacht,
es regnet, doch man sieht es nicht.
Regen,
Wolken verdecken was an Licht noch bleibt.
Augenblick,
durch einen Spalt scheint fahles Licht.
Wiese,
nass von Tropfen, woher kommt das Wasser?
Glitzern,
kleine Edelsteine an jedem Halm.
Mond,
er zeigt nur einen Teil und ist doch ganz.
Zeit,
vergeht erst langsam, nur im Rückblick schnell.
Stille,
irgendwo, gefasst, allein
Ruhe,
tiefer Atem.

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Transmission Zero (6. Februar 2011)

I can’t speak a word with you
because I know you see right through.
That is why for some assistance
this poem is brought into existence.

The lines I am trying to compose
could never even get quite close.
And with every word that’s being add
what is written sounds like someone’s mad.

It’s the hardest topic to address
My devotion to you is so hard to express.
The pile of verses in my head -
anything that could be said,
I could write a whole essay
which would only push you further away.
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unresting (12. Januar 2011)

Sleepworking at night
There is never enough time
Tick tack, tick tack
Another day passed by.
There is no pause
Just a different state of mind.
The brain keeps going
Actively restless
All the energy gets lost
The little time we have
We lose
To all the minor things.
So sleep well
You mindless drone.
Work in dream
And dream of work.
Wake up
Just to continue
Awake.

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Ebbe (8. Januar 2011)

Müde Augen,
Schwere Lider,
Leerer Blick.
Ich stehe vor dir,
Du siehst mich nicht.
Wache im Schlaf,
Träume im Bewusstsein,
Lebe in der Fantasie.
Schwebe fest am Grund,
Gefangen in der Freiheit,
Nur ein Faden hält dich fest.
Jahre im Augenblick,
Dunkles Licht.
Sieh in dich,
Erkenne mich.
Knoten aus Dampf,
Berührung des Nichts,
Luftschloss aus Stein.
Baue atomar,
Liebe Hass,
Begrüße Abschied.
Finde einen Weg.
Lass dich treiben,
Gezeiten der Hoffnung.
Meer der Besinnung,
Kahn des Leichtsinns,
Lebe.

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Weihnachten – Ein Trauerspiel (24. Dezember 2010)

Es ist der 24. Dezember und wir alle wissen was das heißt: Es wurde seit ca. einem Monat eine überproportionale Menge an Glühwein konsumiert und Geld für Geschenke raus geworfen. Kurz gesagt: Es weihnachtet sehr.
Wir packen unseren Sonntagsanzug aus und pilgern in die Kirche. Dieses eine mal im Jahr ist quasi Pflicht – in der Kirche ist Anwesenheitskontrolle. Wer nicht kommt, sinkt massiv im Ansehen der Dorfgemeinschaft. Man findet kaum einen Sitzplatz, wo sonst das Jahr über vereinzelt Vögel ihre Nester bauen und ausladend große Spinnennetze vergeblich versuchen Moskitos zu einer guten Mahlzeit zu überzeugen. Wer sich hier als Christ bezeichnet, hat einfach alles verstanden, denn: Spaß… Verzeihung… Glaube ist, was du draus machst.
Wer sich nicht in der Kirche blicken lässt, verliert automatisch das recht Kerzen anzuzünden und Geschenke zu verteilen. Das ist auch klar, denn nur wer Christ ist darf Christi Geburtstag feiern. Wo keine Feier, da auch keine Geschenke. Aber Geschenke, die brauchen wir schon. Christus würde sich beim Ausdruck Weihnachtskommerz wohl im Grabe umdrehen. Wenn er nicht in den Himmel aufgefahren wäre. Nun kann er sich stattdessen die Haare raufen oder alternativ: Wasser zu Glühwein verwandeln und sich die Kante geben.
Aber warum schenken wir eigentlich zu Weihnachten? Haben wir ein Drei-Heilige-Könige-Gen das durchbricht? Bin ich der Moor aus dem Abendland? Nein? Hier eine These: Wir schenken weil wir Egoisten sind. Wer schenkt nicht mal eine Kleinigkeit um zu schauen, was zurück kommt? Wer schenkt nicht, um das leuchten in den Augen der beschenkten zu genießen? Wer schenkt nicht, um einmal das beste Geschenk gemacht zu haben? Es gibt viele Gründe, aber keiner ist selbstlos. Ein selbstloses Geschenk wäre z.B., wenn ich mein Konto abräume und den Inhalt an eine Hilfsorganisation spende. Wer tut das? Niemand. Denn man hat ja selbst nichts davon. Man spendet mal einen kleinen Betrag um das Gewissen zu beruhigen, oder lässt in der Kirche 10 Euro in der Opferkasse – das wird ja wohl reichen für ein Jahr!
Weihnachten, das ist eine Kombination aus Konsum und Kerzenlicht. Kitsch, Knatsch und Krisensitzung beim Festtagsmahl. In diesem Sinne wünsche ich euch, eurem Konsum und dem Konsum eurer Familien, Bekannen und Verwandten eine 0%-Finanzierung und ein ansonsten wunderschönes Fest.
Denkt an den Notgroschen! Silverster ist auch gleich, und dann muss man bares Geld in Form von Qualm und Knall gen Himmel schießen.

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inextraordinary (5. September 2010)

Thoughts are flowing through our minds
on a daily basis we encounter problems.
All that troubles us in manifold shapes
is crushing our will to live and strive for more.
Yet we fail to see how unimportant we are
how unimportant all we do really is.
We are but a spark in an endless universe
our existence barely a smudge in time.
Here we’re drowning ourselves in depression
for what we yearn for is what we’ll never have.
You are simply not important,
your life has no effect on the vastness around.
You are a dying shadow, a mote of dust.
There is nothing you could ever do
that would make an actual difference.
Don’t even try to be something
because you simply aren’t.
Face the fact that your death
wouldn’t even ripple in the sea of time.
Death would be an alternative
to the futile life you live -
Though a boring one
I assume.

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upside-down (21. Juli 2010)

You can see it from the corner of the eye
the world is fractal – it lies in pieces.
Wrong overlaps the right
it’s broken and there is no one there to fix it.
Shattered bits in an endless continuum
an existence on the border of decay
entropy will claim what’s left.
Losing it in this twisted place
who can blame you -
when the structure of space itself
is smashed and minced to particles.
The universe is upside down
you’re only falling –
falling through space and time
barely touching anything.
Your existence has no effect
on the chaos all around.
Should we not cluster
and bring order to this mayhem?
As mass we will gain velocity
but also we’ll become inert.

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