Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Gebet

Lieber Gott,
Du weißt, ich bin kein großer Fan von dir.
Du weißt, dass ich mich vor langer Zeit vom Glauben abgekehrt habe.
Du weißt, ich bin weder ein besonders guter, noch ein besonders schlechter Mensch.
Mein Kontakt zu dir ist abgerissen als ich den Glauben an das Himmlische verlor.
Dennoch weißt du auch, dass ich wie wenige Menschen an das Unerklärliche glaube.
Es war mir egal, woher die Ordnung im Chaos kam, da niemand solche Fragen beantworten kann.
Gott, du bist das Symbol für diese Kraft, die sämliches Leben überall schafft.
Es ist egal, wer oder was du bist, es ist dir möglich dies zu lesen und meine Gedanken zu sehen.
Dieses Leben hast du mir geschenkt.
Ich musste dich nicht bitten, aber gefragt hast du mich auch nicht.
Wenn es dich tatsächlich gibt, dann sage ich hiermit Danke für dieses Geschenk.
Und wenn es dich wirklich gibt, dann bitte ich dich aufrichtigst um einen Gefallen.
Um den größten Gefallen den du mir tun kannst – und schuldig bist.
Nimm es zurück!
Nimm das Leben zurück, das du mir geschenkt hast.
Nimm die Erinnerungen, die ich habe und lösche mich aus.
Ich will dieses Leben nicht, ich habe dich nicht darum gebeten.
Und wenn du einen Funken Anstand hast, dann weißt du, dass das richtig wäre, denn dieses Leben hat mir nichts zu bieten.

Dieser Eintrag wurde am Montag, den 30. Januar 2006 um 15:16 Uhr geschrieben und ist unter Philosophie eingeordnet. Du kannst alle Antworten zu diesem Eintrag über den RSS 2.0-Feed verfolgen. Du kannst zum Ende gehen und ein Kommentar hinterlassen. Pinging ist zur Zeit nicht erlaubt.

Eine Antwort zu “Gebet”

  1. Tina schrieb:

    Das finde ich doof.
    Gefällt mir gar nicht…

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