Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv der ‘Poesie’ Kategorie


unmensch

Samstag, Juni 14th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeiten allein
bist du ein Mensch geblieben

Du bist und bleibst ein Tier
gierig, lüstern, Beute suchend

Doch hast nie geleckt der Wunde Blut
nie geschmeckt den süßen Schmerz

Bist umgeben von viel Allerlei
doch in dir bist du allein

Wirst niemals sehen was ich sah
nie erkennen wie es war

So kaputt wie du jetzt bist
wirst du ewig bleiben

Nur ein halbes Leben sollst du führen
Einsamkeit dir die Luft abschnüren

Ein Häuflein Elend wirst du sein
du, nur du – du ganz allein

unhappy endings

Samstag, Mai 17th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeit allein
bist du ein Mensch geblieben

Dich zu vernichten ist mein Ziel
in meinen Kopf gehör’ nur ich

ich wünschte nur es wäre nicht so schwer
sich aus deinem Griff zu winden

Nach allem was wir uns getan
ist Vergessen nicht so leicht

weißt du denn wie weh das tut
enttäuscht, entkommen dieser Illusion

du Narr hast all die Jahre nicht bemerkt
wovon mein Herz des Nachts geträumt

und nun hasse ich meine Liebe zu dir
denn du hast sie nicht verdient

dabei geht meine Wut nicht nur gegen dich
denn schuld bin ich mindestens genauso sehr

ich wünsche mir nur dich allein
für einen endlos langen Augenblick

um dir zu erklären warum nur ohne dich
ein Leben in meiner Vorstellung existiert

Du bist ein Hindernis für mich
eine Klette am Bein, ein Stein im Weg

Statt aufzuwachen aus deiner Traumwelt
stehst du auf der Stelle, drehst dich im Kreis

Du entziehst mir meine Energie
saugst alle Kraft aus mir

Stärker kann ich nur wirklich werden
wenn du von mir ablässt

Dies ist das Ende und ich bitte dich nicht!
Es ist eine Feststellung und die besagt: es ist aus.

wenige worte

Samstag, Juni 16th, 2007

Wie mich dieser Gedanke plagt
mich endlos durch die Nächte jagt.
Wie es wäre wenn auch das Herz in Deiner Brust,
für mich schlägt in dieser liebsten Lust.
Doch ist es damit nicht genug,
es Dir zu sagen fehlt mir Mut.
Denn wie würde es mir gehen,
ließest du mich einfach stehen.
Tausend Zeilen schreib ich für Dich,
doch lesen kannst du sich nich.
Aus dieser Feder träge quillt,
die Gier die sich an Deiner Nähe stillt.
Viele Tage könnte ich erzählen,
was mich ohne Dich tut quälen.
Und ob ich endlos könnte klagen,
habe ich dir doch nichts zu sagen.

Words, don’t come easy, to me,
how can I find a way,
to make you see,
I love you
words don’t come easy

(F.R. David – Words Don’t Come Easy)

nobody to miss

Sonntag, Mai 7th, 2006

Niemand zu Hause der wartet,
Niemand der Trost schenkt.
Niemand am Bahnhof der für Dich lächelt,
Niemand der Dich sieht und sich darüber freut.
Niemand der Dich lang vermisst,
und seine Arme um Dich schließt.
Es ist niemand da, dem man sein Herz schenken könnte,
selbst wenn man wollte, so würde es nicht gehen,
denn es ist niemand da, um es zu nehmen.
Es fehlt kein Teil von irgendwem in Dir.
Selbst wenn Du es wolltest,
weißt Du nicht ob Du solltest.
Du bist fremd und wir kennen uns nicht.
Sind von einander wie gebannt,
doch bleiben ewig unbekannt.
Niemand der Dir fehlt zum Küssen,
Niemand mit dem Du teilst ein Kissen,
Niemand den es lohnt zu missen.

finding one’s feet

Dienstag, April 4th, 2006

Jeden Tag -
die Suche nach einem Weg hindurch.
Die Zeit -
ein ständiger Begleiter der verhöhnt und spottet.
Der Weg -
unbekannt, gefährlich, wundervoll, grausam in seiner Schönheit.
Das Leben -
ein Pulsieren unter der Haut.
Die Hoffnung -
der Funken Zuversicht der in Bewegung hält.
Die Angst -
nicht den Mut zu haben und den Kopf zu heben.
Ein Schritt nach vorne
Ein Schritt zurück
Rückwärts rennend
gegen die Zeit.
Von Fehltritt zu Fehltritt -
vorwärts stolpernd, taumelnd, schwankend.
Mit jedem Schritt zurück
ein Schritt nach vorn
täglich lernend.
An der Freundschaft klammern, hochziehen, aufraffen
Aufrecht stehen.
Loslassen und auf eigenen Beinen stehen
Alleine gehen
So lerne Schritt für Schritt zurück
Schritte nach vorne
Laufen lernen.

Dysfunction

Donnerstag, März 9th, 2006

Und so leben wir jeder für sich
Getrennt durch die Unendlichkeit
die durch Nähe sich nur spüren lässt.
Aneinander vorbei
Ineinander verknotet.
Alleine nichts
doch zusammen klein.
Ein Leben aus Kristall
der bricht in jeder Brust
auf seine Weise.
Verstörter Einklang
ziellos blank.
Fort von mir
du machst mich krank.
Lebe lieber eigene Wege
die dir groß scheinen -
kein weinen.
Endlos schwarz
der Himmel hier
Schwarz wie Pech
und du nicht bei mir.
Schwarz wie die Zukunft
die uns beide erwartet.
Versenkt im Nichts
das leer ausartet.

Anmerkung: Jeglicher Interpretationsversuch ist zum Scheitern verurteilt. Das kommt dabei raus, wenn ich mich mal eben im Zimmer umsehe und die Gedanken schweifen lasse.

Abschied

Mittwoch, März 1st, 2006

Du gehst Deine eigenen Wege
Dein Ende ist noch lange nicht zu sehn
Deine Wege sind manchmal schwer zu begreifen
doch das merkte ich erst bei Deinem gehn.

Mein Freund, mein Blut, mein Bruder
nun wirst Du von uns gehen
nachdem Du so lange davon geredet hast
Vielleicht sagte ich – es ist schön wenn Du gehst
doch man weiß erst was man hat
wenn man dabei ist es zu verlieren.
Im Stillen tut es mich zu Tränen treiben
ich wünschte nur Du würdest bleiben
Oder mich mitnehmen auf Deinem Weg
damit ich nicht einsam bin
wo Du uns zurück lässt.
Wir werden uns bald wiedersehn und
dann gemeinsam durch das Feuer gehen
Ich vermisse Dich, mein Bruder, komm gesund wieder.

Kannst Du mir noch folgen?
Kannst Du mich noch sehn?
Ich hab’s tatsächlich riskiert,
Dir den Rücken zuzudrehn.
Doch so wahr ich jetzt hier stehe:
ich bereue keinen Schritt.
Und so wahr ich weitergehe:
Meine Zeit mit Dir kommt mit.

Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beim Gehn.

Schau, die große Karawane
zieht vorbei im alten Trott.
Für Kamele gibt’s Gebete,
für die Reiter einen Gott.
Von Oase zu Oase
jede Nacht ein neuer Tanz.
Nie verlassen sie die Wege
des geringsten Widerstands.

Ich geh meine eigenen Wege,
welcome to this One Man Show!
Ich geb mir die Sporen, sonst bin ich verloren,
volles Risiko.

Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beim Gehn.

(Heinz Rudolf Kunze – Eigene Wege)

Sorry

Dienstag, Februar 14th, 2006

Ein weiteres Mal der falsche Weg
Wieder falsch abgebogen
Die falschen Ziele verfolgt
Die falschen Dinge gefühlt
Doch kann ich nicht anders
denn ich bin immernoch Mensch
Es tut mir Leid, wenn es dich verletzt hat
und es tut mir leid, dass ich dich je getroffen habe
Es tut mir Leid, dass ich die selbe Luft atme die durch deine Lunge strömt
Es tut mir Leid, dass ich bin wer ich bin
Es tut mir Leid, dass ich dich liebe
Es tut mir Leid, dass ich lebe
Ich bitte nicht um Vergebung
denn die gibt es für keinen von uns
Es gibt eine Lösung für dieses Problem
und die werde ich nehmen und von dir gehn.

Kein Horizont

Montag, Februar 13th, 2006

Tränen brennen in den Augen
Wie blind kann man sein?
Stechen im Herz
War alles nur Fiktion?
Nicht mehr als Einbildung?
Kein Wort kann dieses Gefühl beschreiben
Gleichzeitig auf dem Boden der Tatsachen zurück
Doch auch im Freien Fall
Wo führt dieses Leben hin?
Hat es überhaupt noch Sinn?
Kein Licht am Ende des Tunnels lässt erschließen
Dass dieser Weg bald ein Ende hat
Dieser Weg
Barfuß über ein Meer von Tränen
Die zu Blut gefrohren sind
Tief ins Fleisch sich graben
Langsam ihr Gift verbreiten
Das Leben aus dem Körper zieht.

Let’s take our time, it won’t change over night
We got a chance we didn’t have before
Let’s take our time, it won’t change over night
We got a chance we didn’t have before

You are, first on my list,
When everything around is gone I know
You are, first on my list,
When everything is shown up for what it is

(Athlete – Yesterday Threw Everything At Me)

Goodbye Heartbreak

Donnerstag, Februar 9th, 2006

Und ich gehe diesen Weg der mich zum Ende führt,
weiß nicht wo er entlang geht doch ich folge ihm blind.
Seltsamste Dinge begegnen mir, streifen mich doch bleiben zurück
Zurück auf diesem Weg
Jeder Funken Licht wird verschluckt und Dunkelheit umschließt mich,
mein Sonnenschein erreicht mich nicht,
und es wird keinen mehr geben wo sie fehlt.
Keine wärme in meinem Herzen
Es hat innerlich begonnen
Dieser lange Weg
Der Anfang vom Ende
Wo ist mein zu Hause?
Wo gehöre ich nur hin?
Lebe wohl mein gebrochenes Herz.
Wir werden uns lange nicht mehr sehen.
Du bleibst hier und ich gehe fort.
Suche nicht nach mir, denn ich brauche dich nicht.