Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv der ‘Poesie’ Kategorie


autumn leaves

Samstag, Oktober 24th, 2009

Zu warten auf Deine Rückkehr
so weit weg – Im Herzen nah.
Für immer bei mir – in Gedanken
schon in der Zukunft – Du wieder hier
Das Jetzt – es scheint so unwichtig, fern.
Nicht real – ein anderes Leben
Doch frage ich mich jeden Tag:
Wirst Du mir Erfüllung bringen?
So leer allein – sehnsüchtig ächzt dein Platz
in meiner Brust.
Am rechten Fleck das bist du erst
wenn ich nicht mehr nur ich – Du hier.
Zusammen für das übernächste Mal
denn bist Du hier – schon wieder dort.
Viel zu vage mein Gerüst
aus Gedanken – Hoffnung lebt.
Doch kannst erst Du Gewissheit bringen,
wenn du Gewissheit geben willst.
Ich warte auf Dich – ewig blüht der Herbst
Nie Frühling doch auch Winter nicht,
im Sommer meines Lebens.

once upon the time (again)

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Probieren wir mal was Neues. Vor einiger Zeit habe ich mir die Mühe gemacht meine Handschrift zu digitalisieren. Das sieht dann wie folgt aus:

Spar (digitalisiert)

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shine

Samstag, November 8th, 2008

Was man mir heute beibrachte
ist: in Dir steckt mehr als man so dachte
Du solltest dir mal mehr zutrauen
kurz – du solltest dich mehr ausbauen.
Dazu folgendes:
Wäre ich ein Stern am Firmament
und könnt’ ich heller leuchten
als das restliche Sternenregiment
würde ich mich dennoch dafür entscheiden
nicht heller zu leuchten
als die, die es mir würden neiden.
denn auch ich bin nur ein Stern
und wie alle anderen wär’ ich gern.
Ich denk’ ich weiß wer ich bin,
ich denk’ ich weiß auch was ich bin,
aber vorallem denke ich, ich weiß,
was ich nicht bin, auch ohne Fleiß.
Was ich bin, wenn man so will,
ist wie ich bin, für mich allein,
für niemanden sonst kann ich so sein.

bewegung

Sonntag, September 28th, 2008

Vorwärts lautet das Motto,
denn Stillstand ist der Tod.
Doch obwohl ich vorwärts sage,
bewege ich mich eher rückwärts.
Nicht, dass es eine Rolle spielen würde,
wohin ich mich derzeit bewege.
So lange ich in Bewegung bleibe,
ist alles in Ordnung.
Die Nacht liegt auf der Lauer
und die Ruhe ist mein Feind.
Nur ein Moment nicht abgelenkt reicht aus
um meine Welt wieder einstürzen zu lassen.
Mit der Zeit wurde ich immer besser
in diesem Spiel der Verdrängung.
Doch lösen sich Probleme nicht von allein,
aber je mehr Zeit vergeht,
desto leichter scheint es,
sich wieder damit zu beschäftigen.
Ich lebe diese Lüge bis mein Herz zerbricht.
Was bleibt mir schon?
Wer bleibt mir noch?
Alleine ist gewiss nichts besser
doch einfacher
und schmerzfrei.

unmensch

Samstag, Juni 14th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeiten allein
bist du ein Mensch geblieben

Du bist und bleibst ein Tier
gierig, lüstern, Beute suchend

Doch hast nie geleckt der Wunde Blut
nie geschmeckt den süßen Schmerz

Bist umgeben von viel Allerlei
doch in dir bist du allein

Wirst niemals sehen was ich sah
nie erkennen wie es war

So kaputt wie du jetzt bist
wirst du ewig bleiben

Nur ein halbes Leben sollst du führen
Einsamkeit dir die Luft abschnüren

Ein Häuflein Elend wirst du sein
du, nur du – du ganz allein

unhappy endings

Samstag, Mai 17th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeit allein
bist du ein Mensch geblieben

Dich zu vernichten ist mein Ziel
in meinen Kopf gehör’ nur ich

ich wünschte nur es wäre nicht so schwer
sich aus deinem Griff zu winden

Nach allem was wir uns getan
ist Vergessen nicht so leicht

weißt du denn wie weh das tut
enttäuscht, entkommen dieser Illusion

du Narr hast all die Jahre nicht bemerkt
wovon mein Herz des Nachts geträumt

und nun hasse ich meine Liebe zu dir
denn du hast sie nicht verdient

dabei geht meine Wut nicht nur gegen dich
denn schuld bin ich mindestens genauso sehr

ich wünsche mir nur dich allein
für einen endlos langen Augenblick

um dir zu erklären warum nur ohne dich
ein Leben in meiner Vorstellung existiert

Du bist ein Hindernis für mich
eine Klette am Bein, ein Stein im Weg

Statt aufzuwachen aus deiner Traumwelt
stehst du auf der Stelle, drehst dich im Kreis

Du entziehst mir meine Energie
saugst alle Kraft aus mir

Stärker kann ich nur wirklich werden
wenn du von mir ablässt

Dies ist das Ende und ich bitte dich nicht!
Es ist eine Feststellung und die besagt: es ist aus.

wenige worte

Samstag, Juni 16th, 2007

Wie mich dieser Gedanke plagt
mich endlos durch die Nächte jagt.
Wie es wäre wenn auch das Herz in Deiner Brust,
für mich schlägt in dieser liebsten Lust.
Doch ist es damit nicht genug,
es Dir zu sagen fehlt mir Mut.
Denn wie würde es mir gehen,
ließest du mich einfach stehen.
Tausend Zeilen schreib ich für Dich,
doch lesen kannst du sich nich.
Aus dieser Feder träge quillt,
die Gier die sich an Deiner Nähe stillt.
Viele Tage könnte ich erzählen,
was mich ohne Dich tut quälen.
Und ob ich endlos könnte klagen,
habe ich dir doch nichts zu sagen.

Words, don’t come easy, to me,
how can I find a way,
to make you see,
I love you
words don’t come easy

(F.R. David – Words Don’t Come Easy)

nobody to miss

Sonntag, Mai 7th, 2006

Niemand zu Hause der wartet,
Niemand der Trost schenkt.
Niemand am Bahnhof der für Dich lächelt,
Niemand der Dich sieht und sich darüber freut.
Niemand der Dich lang vermisst,
und seine Arme um Dich schließt.
Es ist niemand da, dem man sein Herz schenken könnte,
selbst wenn man wollte, so würde es nicht gehen,
denn es ist niemand da, um es zu nehmen.
Es fehlt kein Teil von irgendwem in Dir.
Selbst wenn Du es wolltest,
weißt Du nicht ob Du solltest.
Du bist fremd und wir kennen uns nicht.
Sind von einander wie gebannt,
doch bleiben ewig unbekannt.
Niemand der Dir fehlt zum Küssen,
Niemand mit dem Du teilst ein Kissen,
Niemand den es lohnt zu missen.

finding one’s feet

Dienstag, April 4th, 2006

Jeden Tag -
die Suche nach einem Weg hindurch.
Die Zeit -
ein ständiger Begleiter der verhöhnt und spottet.
Der Weg -
unbekannt, gefährlich, wundervoll, grausam in seiner Schönheit.
Das Leben -
ein Pulsieren unter der Haut.
Die Hoffnung -
der Funken Zuversicht der in Bewegung hält.
Die Angst -
nicht den Mut zu haben und den Kopf zu heben.
Ein Schritt nach vorne
Ein Schritt zurück
Rückwärts rennend
gegen die Zeit.
Von Fehltritt zu Fehltritt -
vorwärts stolpernd, taumelnd, schwankend.
Mit jedem Schritt zurück
ein Schritt nach vorn
täglich lernend.
An der Freundschaft klammern, hochziehen, aufraffen
Aufrecht stehen.
Loslassen und auf eigenen Beinen stehen
Alleine gehen
So lerne Schritt für Schritt zurück
Schritte nach vorne
Laufen lernen.

Dysfunction

Donnerstag, März 9th, 2006

Und so leben wir jeder für sich
Getrennt durch die Unendlichkeit
die durch Nähe sich nur spüren lässt.
Aneinander vorbei
Ineinander verknotet.
Alleine nichts
doch zusammen klein.
Ein Leben aus Kristall
der bricht in jeder Brust
auf seine Weise.
Verstörter Einklang
ziellos blank.
Fort von mir
du machst mich krank.
Lebe lieber eigene Wege
die dir groß scheinen -
kein weinen.
Endlos schwarz
der Himmel hier
Schwarz wie Pech
und du nicht bei mir.
Schwarz wie die Zukunft
die uns beide erwartet.
Versenkt im Nichts
das leer ausartet.

Anmerkung: Jeglicher Interpretationsversuch ist zum Scheitern verurteilt. Das kommt dabei raus, wenn ich mich mal eben im Zimmer umsehe und die Gedanken schweifen lasse.