Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv der ‘Deutsch’ Kategorie


unmensch 

Samstag, Juni 14th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeiten allein
bist du ein Mensch geblieben

Du bist und bleibst ein Tier
gierig, lüstern, Beute suchend

Doch hast nie geleckt der Wunde Blut
nie geschmeckt den süßen Schmerz

Bist umgeben von viel Allerlei
doch in dir bist du allein

Wirst niemals sehen was ich sah
nie erkennen wie es war

So kaputt wie du jetzt bist
wirst du ewig bleiben

Nur ein halbes Leben sollst du führen
Einsamkeit dir die Luft abschnüren

Ein Häuflein Elend wirst du sein
du, nur du – du ganz allein

battlefield 

Samstag, Mai 17th, 2008

Ein Jahr mehr auf dem Buckel – mal wieder. Sollte mich das glücklich stimmen? Selbst wenn es das sollte, tut es das momentan nicht. Vermutlich hat das nichts damit zu tun, dass ich ein Jahr älter werde, sondern mit den Gedanken die mich immer wieder an solchen Tagen einholen.
Ein weiteres Jahr verbucht auf ein Konto dessen Inhalt man nie plündern kann. Ein Jahr voller Emotionen, Erfahrungen, Gefühlen – Fehlern. Im Nachhinein stellt sich vieles, von dem was richtig schien, als Fehler heraus. Oder sind es nur die Fehler an die man sich erinnert? Wann habe ich eigentlich das letzte mal etwas richtig gemacht? Wann war ich das letzte mal glücklich? Und wann habe ich das letzte mal etwas gesagt wie “Ich liebe Dich” und hätte mir im Nachhinein nicht lieber die Zunge dafür abgebissen?
Alter macht nicht weiser – so viel wird mir langsam klar. Alter sorgt nur dafür, dass man verbitterter und vorsichtiger wird. Mit jedem Tag, jeder Stunde und jeder Minute steigt die Anzahl der Momente, die ich lieber vergessen möchte.
Das Leben ist wie ein Schlachtfeld und wir alles sind nur Bauern, Kanonenfutter für das Universum.

unhappy endings 

Samstag, Mai 17th, 2008

Wer glaubst du bin ich eigentlich
allein für dich auf ewig hier?

Für dich war ich doch nur ein Spiel
nie ernsthaft nur erwähnenswert

Sieh in den Spiegel, seh dein Selbst
so hässlich ist dein eig’nes ich

Ein Herz viel kälter noch als Eis
pumpt Leben durch dein totes Fleisch

Aus Ermangelung der Möglichkeit allein
bist du ein Mensch geblieben

Dich zu vernichten ist mein Ziel
in meinen Kopf gehör’ nur ich

ich wünschte nur es wäre nicht so schwer
sich aus deinem Griff zu winden

Nach allem was wir uns getan
ist Vergessen nicht so leicht

weißt du denn wie weh das tut
enttäuscht, entkommen dieser Illusion

du Narr hast all die Jahre nicht bemerkt
wovon mein Herz des Nachts geträumt

und nun hasse ich meine Liebe zu dir
denn du hast sie nicht verdient

dabei geht meine Wut nicht nur gegen dich
denn schuld bin ich mindestens genauso sehr

ich wünsche mir nur dich allein
für einen endlos langen Augenblick

um dir zu erklären warum nur ohne dich
ein Leben in meiner Vorstellung existiert

Du bist ein Hindernis für mich
eine Klette am Bein, ein Stein im Weg

Statt aufzuwachen aus deiner Traumwelt
stehst du auf der Stelle, drehst dich im Kreis

Du entziehst mir meine Energie
saugst alle Kraft aus mir

Stärker kann ich nur wirklich werden
wenn du von mir ablässt

Dies ist das Ende und ich bitte dich nicht!
Es ist eine Feststellung und die besagt: es ist aus.

wenige worte 

Samstag, Juni 16th, 2007

Wie mich dieser Gedanke plagt
mich endlos durch die Nächte jagt.
Wie es wäre wenn auch das Herz in Deiner Brust,
für mich schlägt in dieser liebsten Lust.
Doch ist es damit nicht genug,
es Dir zu sagen fehlt mir Mut.
Denn wie würde es mir gehen,
ließest du mich einfach stehen.
Tausend Zeilen schreib ich für Dich,
doch lesen kannst du sich nich.
Aus dieser Feder träge quillt,
die Gier die sich an Deiner Nähe stillt.
Viele Tage könnte ich erzählen,
was mich ohne Dich tut quälen.
Und ob ich endlos könnte klagen,
habe ich dir doch nichts zu sagen.

Words, don’t come easy, to me,
how can I find a way,
to make you see,
I love you
words don’t come easy

(F.R. David – Words Don’t Come Easy)

NOST – Die Tour 2006 

Samstag, April 28th, 2007

Kroatien, Dänemark, Holland … Viele Ziele hatten wir vor Augen und alles was wir wollten, war Sommer, Sonne, Strand und Bikinis (inkl. deren weibliche Füllung) um uns herum. Was wir bekommen sollten war aber alles andere als das.

Prolog
Alles begann an einem Montag. An einem achtundzwanzigsten im August im Jahre 2006. Mausgrau hätte man das Wetter wohl beschreiben können, aber wir waren voller Tatendrang, denn nach längerem hin und her hatten wir uns für eine mehrtägige Radtour an der Ostsee entschieden.
So eine Radtour ist natürlich die einfachste Sache der Welt. Alles was man dazu braucht sind ein Fahrrad, ein paar Klamotten und Radtaschen um alles darin zu verstauen. Ein paar Insiderwitze, die niemand jemals nachvollziehen kann sind auch nicht verkehrt. Eigentlich hatten wir schon alles außer den Taschen, den Klamotten und den Insiderwitzen. Also mussten wir einkaufen gehen und was gibt es da besseres, als den Outlet-Store eines Markenherstellers (namentlich: Vaude). Fröhlich machten wir uns also von Reutlingen aus auf den Weg ins schwäbische Metzingen vor der Alb, um dort jenen Laden aufzusuchen.

Tourkarte

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it’s done 

Dienstag, April 10th, 2007

Alles neu und doch alt. Das weblog präsentiert sich nun nicht mehr mit abgeändertem Standardtheme sondern mit einem von Grund auf neu gestaltetem Layout mit allem möglichen Schnickschnack den es zu Erkunden gibt.

Neben einer klareren Strukturierung und den nun separaten Navigationen (oben und rechts) lässt sich das Menü frei ein- und ausklappen, wie man es gerade gerne hat. Das Farbschema bzw. die Hintergrundfarben kann man unter dem Punkt Funktionen umstellen. Hierbei bitte beachten, dass nur einige Themes für Auflösungen größer als 1280×1024 ausgelegt sind.

Funktional gesehen bleibt alles so wie es war, da das verwendete System nach wie vor wordpress ist. Aktualisiert, zugegeben aber doch noch irgendwo das Selbe.

Die Newsletterfunktion wird aufgrund mangelnder Nachfrage wieder rausgeworfen, für Interessierte gibt es aber noch die Möglichkeit den RSS-Feed zu abonnieren. Jedes modernere EMail-Programm kann damit mittlerweile umgehen (sogar Microsoft Produkte). Hierzu muss man eigentlich nur die entsprechenden Links die mit RSS gekennzeichnet sind anklicken, oder den Link zum Feed im Programm eintragen.

Die Bildergalerie wird auch nicht wieder eingebaut. Wer die Bilder haben will darf mir gerne einen DVD-Rohling in die Hand drücken und bekommt dann alle Bilder auf einmal. Dieses Angebot gilt natürlich nur für diejenigen die ein Recht darauf haben, diese Bilder auch anzuguggen, sprich meine alten Komilitonen der FHTE (nix da HSE).

Blogrolls, so fern gewünscht, können auch eingerichtet werden. Da muss ich mich aber erst nochmal schlau machen wie das nun genau funktioniert.

So weit so gut, demnächst kommen dann auch mal wieder ein paar Texte, darunter der endloslange Reisebericht :-)

2-007 

Freitag, Januar 5th, 2007

Der Name ist Bond, James Bond und ich bin gekommen um das nächste Jahr einzuläuten.
In letzter Zeit war ich etwas schreibfaul, deshalb gab es keine neuen Artikel, obwohl es eine Menge zu berichten gäbe und obwohl einige Schriftsätze schon seit Monaten auf Fertigstellung warten. Was in nächster Zeit kommen sollte wäre der Reisebericht von meiner Radtour mit dem Matzerich. Da das ziemlich viel Text sein wird und das vermutlich eh niemand jemals lesen wird, kann ich mir da noch ein bisschen Zeit lassen.

Wie dem auch sei. Allen Lesern wünsche ich hiermit ein frohes neues Jahr. Immer schön an die guten Vorsätze denken. Ach – schon wieder vergessen? Geht mir auch so. Schwamm drüber. Schon über ein persönliches Motto für 2007 nachgedacht?
Meines ist ja vorerst: Stell dir vor es ist Winter, und es fällt kein Schnee.
Das schöne daran ist, dass man es sich wirklich sehr gut vorstellen kann.
So weit für heute

konqi

fairytale 

Montag, Juli 24th, 2006

Es war ein mal ein Junge. Ein Junge der in seiner ganzen Art sehr lebendig war. Er war freundlich und strahlte jeden Menschen der ihm begegnete mit seinem Lächeln an. Jeder um ihn herum konnte nicht anders als ihn einfach gern zu haben und an seiner Frohnatur teil zu haben.

Eines Tages wurde der Junge krank. Er war lustlos und müde. Ärzte untersuchten den Jungen aber konnten keine Krankheit feststellen. Sie untersuchten ihn von den Zehennägeln bist zu den Haarspitzen, doch konnten sie keine ihnen bekannte Krankheit finden. Sie sagten es wäre keine körperliche Krankheit und er müsse in psychologische Behandlung, doch das wollten seine Eltern und er selber nicht. Mit den folgenden Jahren wurden die Symptome schlimmer, doch der Junge versteckte sie so gut es ging. Er verhielt sich so als wenn es ihm gut ginge und imitierte das normale Verhalten aller Personen um ihn herum. Mit dem Lauf der Jahre wurde die Krankheit immer weniger bemerkbar und geriet in Vergessenheit bis sie nurnoch ein kleiner Fleck auf Fotos in Erinnerungsalben war.

Eines Nachts wachte er schweißgebadet auf und versuchte sich an seine Krankheit zu erinnern, doch konnte er nichts an seiner Vergangenheit feststellen, das nicht so gewesen wäre wie bei fast allen anderen Kindern. Er ließ den Kopf hängen und stellte fest, dass er erwachsen geworden war.

Happy Birthday 

Mittwoch, Mai 17th, 2006

Zweiundzwanzig. Ein weiteres Jahr in dieser Anstalt. Daniel drehte sich noch einmal im Bett herum. Wieder einmal war sein Geburtstag. Der dritte den er hier schon erlebte. Sein Zimmergenosse, Markus, schlief noch fest. So konnte Daniel in Ruhe seinen Gedanken und Erinnerungen von seinen Geburtstagen, vor seinem Aufenthalt hier, nachhängen. Er konnte sich nicht wirklich an einen schönen Geburtstag erinnern. Geburtstage waren auch nie etwas Besonderes für ihn gewesen und da ihm nie jemand etwas geschenkt hatte, war es an ihm selbst, sich sein Geburtstagsgeschenk zu erobern. Letztes Jahr hatte niemand überhaupt an seinen Geburtstag gedacht. Das heißt, bis auf die Direktorin dieser Erziehungsanstalt, die ihn zur Feier des Tages in ihr Büro bestellt hatte um ihm zu verdeutlichen, dass er auch an diesem Tag keine Bevorteiligung zu erwarten habe. Er hatte von ihr eine Schokoladenpraline als “Geburtstagsgeschenk” bekommen. Daniel hatte den Verdacht, dass dies nicht an ihrer Großzügigkeit lag, sondern daran, dass die Pralinen schon seit Jahren in ihrem Regal vor sich
hinmoderten und nun endlich aufgebraucht werden mussten. Wenn sie gewusst hätte, dass dies das erste Geschenk war, dass er seit nun mehr als 12 Jahren bekommen hatte, hätte sie es wohl bleiben lassen. Über seine Vergangenheit hatte Daniel jedoch nie viel geredet und was in seiner Strafakte stand war nicht wirklich aufschlussreich.
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nobody to miss 

Sonntag, Mai 7th, 2006

Niemand zu Hause der wartet,
Niemand der Trost schenkt.
Niemand am Bahnhof der für Dich lächelt,
Niemand der Dich sieht und sich darüber freut.
Niemand der Dich lang vermisst,
und seine Arme um Dich schließt.
Es ist niemand da, dem man sein Herz schenken könnte,
selbst wenn man wollte, so würde es nicht gehen,
denn es ist niemand da, um es zu nehmen.
Es fehlt kein Teil von irgendwem in Dir.
Selbst wenn Du es wolltest,
weißt Du nicht ob Du solltest.
Du bist fremd und wir kennen uns nicht.
Sind von einander wie gebannt,
doch bleiben ewig unbekannt.
Niemand der Dir fehlt zum Küssen,
Niemand mit dem Du teilst ein Kissen,
Niemand den es lohnt zu missen.