Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv der ‘Deutsch’ Kategorie


Ebbe

Samstag, Januar 8th, 2011

Müde Augen,
Schwere Lider,
Leerer Blick.
Ich stehe vor dir,
Du siehst mich nicht.
Wache im Schlaf,
Träume im Bewusstsein,
Lebe in der Fantasie.
Schwebe fest am Grund,
Gefangen in der Freiheit,
Nur ein Faden hält dich fest.
Jahre im Augenblick,
Dunkles Licht.
Sieh in dich,
Erkenne mich.
Knoten aus Dampf,
Berührung des Nichts,
Luftschloss aus Stein.
Baue atomar,
Liebe Hass,
Begrüße Abschied.
Finde einen Weg.
Lass dich treiben,
Gezeiten der Hoffnung.
Meer der Besinnung,
Kahn des Leichtsinns,
Lebe.

Weihnachten – Ein Trauerspiel

Freitag, Dezember 24th, 2010

Es ist der 24. Dezember und wir alle wissen was das heißt: Es wurde seit ca. einem Monat eine überproportionale Menge an Glühwein konsumiert und Geld für Geschenke raus geworfen. Kurz gesagt: Es weihnachtet sehr.
Wir packen unseren Sonntagsanzug aus und pilgern in die Kirche. Dieses eine mal im Jahr ist quasi Pflicht – in der Kirche ist Anwesenheitskontrolle. Wer nicht kommt, sinkt massiv im Ansehen der Dorfgemeinschaft. Man findet kaum einen Sitzplatz, wo sonst das Jahr über vereinzelt Vögel ihre Nester bauen und ausladend große Spinnennetze vergeblich versuchen Moskitos zu einer guten Mahlzeit zu überzeugen. Wer sich hier als Christ bezeichnet, hat einfach alles verstanden, denn: Spaß… Verzeihung… Glaube ist, was du draus machst.
Wer sich nicht in der Kirche blicken lässt, verliert automatisch das recht Kerzen anzuzünden und Geschenke zu verteilen. Das ist auch klar, denn nur wer Christ ist darf Christi Geburtstag feiern. Wo keine Feier, da auch keine Geschenke. Aber Geschenke, die brauchen wir schon. Christus würde sich beim Ausdruck Weihnachtskommerz wohl im Grabe umdrehen. Wenn er nicht in den Himmel aufgefahren wäre. Nun kann er sich stattdessen die Haare raufen oder alternativ: Wasser zu Glühwein verwandeln und sich die Kante geben.
Aber warum schenken wir eigentlich zu Weihnachten? Haben wir ein Drei-Heilige-Könige-Gen das durchbricht? Bin ich der Moor aus dem Abendland? Nein? Hier eine These: Wir schenken weil wir Egoisten sind. Wer schenkt nicht mal eine Kleinigkeit um zu schauen, was zurück kommt? Wer schenkt nicht, um das leuchten in den Augen der beschenkten zu genießen? Wer schenkt nicht, um einmal das beste Geschenk gemacht zu haben? Es gibt viele Gründe, aber keiner ist selbstlos. Ein selbstloses Geschenk wäre z.B., wenn ich mein Konto abräume und den Inhalt an eine Hilfsorganisation spende. Wer tut das? Niemand. Denn man hat ja selbst nichts davon. Man spendet mal einen kleinen Betrag um das Gewissen zu beruhigen, oder lässt in der Kirche 10 Euro in der Opferkasse – das wird ja wohl reichen für ein Jahr!
Weihnachten, das ist eine Kombination aus Konsum und Kerzenlicht. Kitsch, Knatsch und Krisensitzung beim Festtagsmahl. In diesem Sinne wünsche ich euch, eurem Konsum und dem Konsum eurer Familien, Bekannen und Verwandten eine 0%-Finanzierung und ein ansonsten wunderschönes Fest.
Denkt an den Notgroschen! Silverster ist auch gleich, und dann muss man bares Geld in Form von Qualm und Knall gen Himmel schießen.

autumn leaves

Samstag, Oktober 24th, 2009

Zu warten auf Deine Rückkehr
so weit weg – Im Herzen nah.
Für immer bei mir – in Gedanken
schon in der Zukunft – Du wieder hier
Das Jetzt – es scheint so unwichtig, fern.
Nicht real – ein anderes Leben
Doch frage ich mich jeden Tag:
Wirst Du mir Erfüllung bringen?
So leer allein – sehnsüchtig ächzt dein Platz
in meiner Brust.
Am rechten Fleck das bist du erst
wenn ich nicht mehr nur ich – Du hier.
Zusammen für das übernächste Mal
denn bist Du hier – schon wieder dort.
Viel zu vage mein Gerüst
aus Gedanken – Hoffnung lebt.
Doch kannst erst Du Gewissheit bringen,
wenn du Gewissheit geben willst.
Ich warte auf Dich – ewig blüht der Herbst
Nie Frühling doch auch Winter nicht,
im Sommer meines Lebens.

once upon the time (again)

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Probieren wir mal was Neues. Vor einiger Zeit habe ich mir die Mühe gemacht meine Handschrift zu digitalisieren. Das sieht dann wie folgt aus:

Spar (digitalisiert)

(weiterlesen …)

Rampage – Sankt Augustin – My hero

Dienstag, Mai 12th, 2009

Was würde Manfred Spitzer sagen?

Kurz erst mal worum es geht: Gestern, am 11.05.2009 hat eine 16-jährige im Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt Augustin beinahe die Schule abgefackelt. Was mit viel Elan begann, endete glücklicherweise nur mit Körperverletzung. Das heißt natürlich glücklich, weil nicht mehr Personen zu Schaden gekommen sind – keinesfalls soll heruntergespielt werden, dass es auch ein Opfer gab.
(weiterlesen …)

blind

Samstag, März 14th, 2009

Ein Mensch ist fehlerhaft in vielen Hinsichten. Das ist gut so, denn wären wir alle perfekt, wären wir alle gleich und das Leben wäre ziemlich langweilig. Auf der anderen Seite würde es weniger Probleme geben. Ich möchte nicht, wie so oft, auf allgemeine Menschheitsprobleme eingehen. Nein – heute ist es an der Zeit den eigenen Schrank auszuräumen.
(weiterlesen …)

Melancholie in Stereo

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Das ist es also – das echte Leben.
Und dann… vielleicht auch nicht.
Im Schnitt ein viertel Leben braucht ein Mensch
um zu stehen wo ich nun stehen kann;
Auf einem Sprungbrett ins Ungewisse.
Bisher an der Hand geführt, von Eltern, Geschwistern – Familie allgemein, Freunden, Kindbetreuern, Leherern und vielleicht sogar Professoren.
Wer weiß schon wo er morgen steht?
Wer weiß ob er den richtigen Weg einschlägt?
Was ist ein Abschluss schon mehr als ein Dokument, das uns weiter in ein Gatter zwängt -
Uns vergleichbarer macht für einfache Entscheidungen.
Er hat es, Sie hat es und doch viele haben’s nicht.
Im Gatter sind wie aufgestiegen, doch sind weiterhin Sklaven unseres selbst geschaffenen Ideals vom gleichförmig perfekten Mensch.
Leben bedeutet Vielfältigkeit und doch sind Jahr vergangen, seit dem die Ströme in unseren Köpfen in Wegen geflossen sind, die in keinem Lehrbuch oder Skript zu finden sind.
Mensch! Wo ist dein eignes Selbst geblieben?
Wo bist du? Ist das DEIN Leben?
Wohin geht die Reise von hieran jetzt?
Wird es einfacher werden oder nicht?
Vielleicht nur anders aber irgendwie doch gleich -
Gleich den anderen die es da auch noch gibt.
Geprägt durch den sterilen Apparat gehen wir in eine uniforme Welt, die an Vielfalt schier erstickt – und sich doch im Kleinen alles gleicht.
Auf der Suche nach Muster im Chaos, auf dem Weg in die digital gerasterte Welt.
Für diesen Weg wünsche ich euch nur das Beste -
Gleichzeitig aber muss ich sagen -
Diesen Weg geht ihr allein!
Alle die ihr kennt und liebt, werden jetzt und später von euch gehen.
Doch das ist nicht schlimm – zumindest nicht auf weite Sicht.
Nur wo etwas ist, kann etwas fehlen.
Nur wo jemand war, kann vermisst werden.
Nur wo man lebt, kann man auch sterben
Wo Bewegung ist kann Stillstand sein -
Allein der Tod definiert das Leben.

shine

Samstag, November 8th, 2008

Was man mir heute beibrachte
ist: in Dir steckt mehr als man so dachte
Du solltest dir mal mehr zutrauen
kurz – du solltest dich mehr ausbauen.
Dazu folgendes:
Wäre ich ein Stern am Firmament
und könnt’ ich heller leuchten
als das restliche Sternenregiment
würde ich mich dennoch dafür entscheiden
nicht heller zu leuchten
als die, die es mir würden neiden.
denn auch ich bin nur ein Stern
und wie alle anderen wär’ ich gern.
Ich denk’ ich weiß wer ich bin,
ich denk’ ich weiß auch was ich bin,
aber vorallem denke ich, ich weiß,
was ich nicht bin, auch ohne Fleiß.
Was ich bin, wenn man so will,
ist wie ich bin, für mich allein,
für niemanden sonst kann ich so sein.

bewegung

Sonntag, September 28th, 2008

Vorwärts lautet das Motto,
denn Stillstand ist der Tod.
Doch obwohl ich vorwärts sage,
bewege ich mich eher rückwärts.
Nicht, dass es eine Rolle spielen würde,
wohin ich mich derzeit bewege.
So lange ich in Bewegung bleibe,
ist alles in Ordnung.
Die Nacht liegt auf der Lauer
und die Ruhe ist mein Feind.
Nur ein Moment nicht abgelenkt reicht aus
um meine Welt wieder einstürzen zu lassen.
Mit der Zeit wurde ich immer besser
in diesem Spiel der Verdrängung.
Doch lösen sich Probleme nicht von allein,
aber je mehr Zeit vergeht,
desto leichter scheint es,
sich wieder damit zu beschäftigen.
Ich lebe diese Lüge bis mein Herz zerbricht.
Was bleibt mir schon?
Wer bleibt mir noch?
Alleine ist gewiss nichts besser
doch einfacher
und schmerzfrei.

upgrades

Sonntag, Juni 15th, 2008

Hallo Blogbesucher,

es gibt ein paar Änderungen. Neben der besseren Standardkonformität dieser Seite habe ich ein bisschen am Layout rumgeschraubt. Bevor nun jeder Zweite fragt, was das für ein komischer Schriftzug unter dem Suchbutton ist … Das ist der Schriftzug vom Westtor von Moria aus dem Herr der Ringe. Dort steht geschrieben: “Pedo mellon a mino” zu deutsch “Sprich Freund und tritt ein”.

In eigener Sache – Ich werde immer wieder gefragt, für wen ich Gedichte geschrieben haben und oft wird auch, aus dem was ich schreibe, darauf geschlossen wie ich mich fühle.

Zum ersten Punkt: Ich schreibe keine Gedichte für irgendwen auf diese Seite. Ich schreibe Gedichte über andere auf diese Seite. Es gibt ein paar wenige Gedichte und Texte, die tatsächlich für eine Person geschrieben sind, aber die befinden sich nicht auf dieser Seite. Die wenigen Personen für die ich einen Text geschrieben habe, besitzen das Unikat in handschriftlicher Ausfertigung. Ich habe weder Kopien von diesen Texten, noch würde ich auf die Idee kommen diese hier zu veröffentlichen. Bei Texten für eine Person handelt es sich um ein Geschenk und Geschenke schenkt man nicht mehreren Personen. Ich denke das ist verständlich.

Zum zweiten Punkt: Natürlich spielen Gefühle immer mit, wenn man etwas schreibt. Das schreiben beeinflusst die Gefühle und die Gefühle beeinflussen wiederum das Schreiben. Es ist aber nicht so, dass ich mein Gefühle in Text verwandle und hier publiziere. Meine Werke entstehen meistens mit einer Idee, ein paar Zeilen die mir durch den Kopf gehen. Diese Zeilen dienen als Grundgerüst eines neuen Textes. Darauf aufgebaut wird ein Text aus purer Fiktion. Wer also meint anhand meiner Texte auf mein Selbst schließen zu können, ist entweder ein Psychologe, der wirklich weiß was er tut, oder schlicht überheblich. Liebe Leser, wer mich persönlich kennt, sollte es einfach besser wissen, und nicht irgendwelche voreiligen Schlüsse ziehen. Ich schreibe teilweise über Dinge, die ich selbst nie erlebt habe. Wie kann denn jemand daraus Schlüsse über mich ziehen?

Ich beantworte natürlich weiterhin gerne alle Fragen zu meinen Texten. Bitte überlegt aber vorher kurz, ob die Frage überhaupt Sinn macht, wenn man weiß, dass es nicht zwangsläufig um mich geht in einem Text.

Mit den besten Wünschen

konqi