Das ist es also – das echte Leben.
Und dann… vielleicht auch nicht.
Im Schnitt ein viertel Leben braucht ein Mensch
um zu stehen wo ich nun stehen kann;
Auf einem Sprungbrett ins Ungewisse.
Bisher an der Hand geführt, von Eltern, Geschwistern – Familie allgemein, Freunden, Kindbetreuern, Leherern und vielleicht sogar Professoren.
Wer weiß schon wo er morgen steht?
Wer weiß ob er den richtigen Weg einschlägt?
Was ist ein Abschluss schon mehr als ein Dokument, das uns weiter in ein Gatter zwängt -
Uns vergleichbarer macht für einfache Entscheidungen.
Er hat es, Sie hat es und doch viele haben’s nicht.
Im Gatter sind wie aufgestiegen, doch sind weiterhin Sklaven unseres selbst geschaffenen Ideals vom gleichförmig perfekten Mensch.
Leben bedeutet Vielfältigkeit und doch sind Jahr vergangen, seit dem die Ströme in unseren Köpfen in Wegen geflossen sind, die in keinem Lehrbuch oder Skript zu finden sind.
Mensch! Wo ist dein eignes Selbst geblieben?
Wo bist du? Ist das DEIN Leben?
Wohin geht die Reise von hieran jetzt?
Wird es einfacher werden oder nicht?
Vielleicht nur anders aber irgendwie doch gleich -
Gleich den anderen die es da auch noch gibt.
Geprägt durch den sterilen Apparat gehen wir in eine uniforme Welt, die an Vielfalt schier erstickt – und sich doch im Kleinen alles gleicht.
Auf der Suche nach Muster im Chaos, auf dem Weg in die digital gerasterte Welt.
Für diesen Weg wünsche ich euch nur das Beste -
Gleichzeitig aber muss ich sagen -
Diesen Weg geht ihr allein!
Alle die ihr kennt und liebt, werden jetzt und später von euch gehen.
Doch das ist nicht schlimm – zumindest nicht auf weite Sicht.
Nur wo etwas ist, kann etwas fehlen.
Nur wo jemand war, kann vermisst werden.
Nur wo man lebt, kann man auch sterben
Wo Bewegung ist kann Stillstand sein -
Allein der Tod definiert das Leben.