Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv für Mai, 2006


Happy Birthday

Mittwoch, Mai 17th, 2006

Zweiundzwanzig. Ein weiteres Jahr in dieser Anstalt. Daniel drehte sich noch einmal im Bett herum. Wieder einmal war sein Geburtstag. Der dritte den er hier schon erlebte. Sein Zimmergenosse, Markus, schlief noch fest. So konnte Daniel in Ruhe seinen Gedanken und Erinnerungen von seinen Geburtstagen, vor seinem Aufenthalt hier, nachhängen. Er konnte sich nicht wirklich an einen schönen Geburtstag erinnern. Geburtstage waren auch nie etwas Besonderes für ihn gewesen und da ihm nie jemand etwas geschenkt hatte, war es an ihm selbst, sich sein Geburtstagsgeschenk zu erobern. Letztes Jahr hatte niemand überhaupt an seinen Geburtstag gedacht. Das heißt, bis auf die Direktorin dieser Erziehungsanstalt, die ihn zur Feier des Tages in ihr Büro bestellt hatte um ihm zu verdeutlichen, dass er auch an diesem Tag keine Bevorteiligung zu erwarten habe. Er hatte von ihr eine Schokoladenpraline als “Geburtstagsgeschenk” bekommen. Daniel hatte den Verdacht, dass dies nicht an ihrer Großzügigkeit lag, sondern daran, dass die Pralinen schon seit Jahren in ihrem Regal vor sich
hinmoderten und nun endlich aufgebraucht werden mussten. Wenn sie gewusst hätte, dass dies das erste Geschenk war, dass er seit nun mehr als 12 Jahren bekommen hatte, hätte sie es wohl bleiben lassen. Über seine Vergangenheit hatte Daniel jedoch nie viel geredet und was in seiner Strafakte stand war nicht wirklich aufschlussreich.
(weiterlesen …)

envy to the dim

Samstag, Mai 13th, 2006

Pity to those
who are strong at heart
but weak at mind
because they will get hurt
every time they love.

Pity to those
who are weak at heart
but strong at mind
because they will never find
the love they seek.

Pity to those
who are strong at heart
and strong at mind
because they will love the objection
of love itself.

Envy to those
who are weak at heart
and weak at mind
because their brave souls
will neither suffer
nor dissent.

[...]
Without a soul
my spirit sleeping somewhere cold
until you find it there and lead
it back home

Wake me up inside
Wake me up inside
Call my name and save me from the dark
Bid my blood to run
Before I come undone
Save me from the nothing I’ve become

Now that I know what I’m without
you can’t just leave me
breathe into me and make me real
bring me to life
[...]

(Evanescence – Bring me to life)

nobody to miss

Sonntag, Mai 7th, 2006

Niemand zu Hause der wartet,
Niemand der Trost schenkt.
Niemand am Bahnhof der für Dich lächelt,
Niemand der Dich sieht und sich darüber freut.
Niemand der Dich lang vermisst,
und seine Arme um Dich schließt.
Es ist niemand da, dem man sein Herz schenken könnte,
selbst wenn man wollte, so würde es nicht gehen,
denn es ist niemand da, um es zu nehmen.
Es fehlt kein Teil von irgendwem in Dir.
Selbst wenn Du es wolltest,
weißt Du nicht ob Du solltest.
Du bist fremd und wir kennen uns nicht.
Sind von einander wie gebannt,
doch bleiben ewig unbekannt.
Niemand der Dir fehlt zum Küssen,
Niemand mit dem Du teilst ein Kissen,
Niemand den es lohnt zu missen.