Poesie und Philosophie über den ganz normalen Wahnsinn unseres Lebens. Poetry and philosophy about the everyday madness in our lives.

Archiv für März, 2006


Dysfunction

Donnerstag, März 9th, 2006

Und so leben wir jeder für sich
Getrennt durch die Unendlichkeit
die durch Nähe sich nur spüren lässt.
Aneinander vorbei
Ineinander verknotet.
Alleine nichts
doch zusammen klein.
Ein Leben aus Kristall
der bricht in jeder Brust
auf seine Weise.
Verstörter Einklang
ziellos blank.
Fort von mir
du machst mich krank.
Lebe lieber eigene Wege
die dir groß scheinen -
kein weinen.
Endlos schwarz
der Himmel hier
Schwarz wie Pech
und du nicht bei mir.
Schwarz wie die Zukunft
die uns beide erwartet.
Versenkt im Nichts
das leer ausartet.

Anmerkung: Jeglicher Interpretationsversuch ist zum Scheitern verurteilt. Das kommt dabei raus, wenn ich mich mal eben im Zimmer umsehe und die Gedanken schweifen lasse.

Day of my life

Donnerstag, März 2nd, 2006

It’s like I get up
and I don’t know why.
I eat, I drink, I think, I learn -
but why?
I don’t understand this life.
I don’t understand the people I meet.
Things are so simple
but in their minds there are contradictions.
Why can’t you just take an opportunity
that life offers you?

So I go on -
I do the stuff I do every single day of my life
I think of you while pretending to be as normal as usual.
I don’t want to play this role
in this fucked up game of love.
I want you – that’s all.
But your thoughts seem more troubled than mine.
That’s the reason why I’m sad -
because you are.

Abschied

Mittwoch, März 1st, 2006

Du gehst Deine eigenen Wege
Dein Ende ist noch lange nicht zu sehn
Deine Wege sind manchmal schwer zu begreifen
doch das merkte ich erst bei Deinem gehn.

Mein Freund, mein Blut, mein Bruder
nun wirst Du von uns gehen
nachdem Du so lange davon geredet hast
Vielleicht sagte ich – es ist schön wenn Du gehst
doch man weiß erst was man hat
wenn man dabei ist es zu verlieren.
Im Stillen tut es mich zu Tränen treiben
ich wünschte nur Du würdest bleiben
Oder mich mitnehmen auf Deinem Weg
damit ich nicht einsam bin
wo Du uns zurück lässt.
Wir werden uns bald wiedersehn und
dann gemeinsam durch das Feuer gehen
Ich vermisse Dich, mein Bruder, komm gesund wieder.

Kannst Du mir noch folgen?
Kannst Du mich noch sehn?
Ich hab’s tatsächlich riskiert,
Dir den Rücken zuzudrehn.
Doch so wahr ich jetzt hier stehe:
ich bereue keinen Schritt.
Und so wahr ich weitergehe:
Meine Zeit mit Dir kommt mit.

Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beim Gehn.

Schau, die große Karawane
zieht vorbei im alten Trott.
Für Kamele gibt’s Gebete,
für die Reiter einen Gott.
Von Oase zu Oase
jede Nacht ein neuer Tanz.
Nie verlassen sie die Wege
des geringsten Widerstands.

Ich geh meine eigenen Wege,
welcome to this One Man Show!
Ich geb mir die Sporen, sonst bin ich verloren,
volles Risiko.

Ich geh meine eigenen Wege,
ein Ende ist nicht abzusehn.
Eigene Wege sind schwer zu beschreiben,
sie entstehen ja erst beim Gehn.

(Heinz Rudolf Kunze – Eigene Wege)